Archiv: Ostwärts / Elternzeit 2014

Die Abrechung ist auch fertig. Mit insgesamt ~4.500 Euro in den 3 Monaten sind wir wirklich gut hingekommen. Davon sind ~1.400 Euro für Sprit draufgegangen und der Rest für Einkäufe, Leben und Spass.

Fahrzeug: Mercedes Viano Marco Polo 2.2 CDI Automatik (164PS) Bj.2011, Heckantrieb mit neuer Continental Vanco 2 Sommerbereifung, besondere Extras sind Schiebedach sowie Klimatisierung im Fond.

Etwa 15.000km haben wir mit dem Fahrzeug in 3 Monaten zurückgelegt und dabei über 80 Nächte im Auto gefahren, geschlafen, gekocht und gelebt. Dabei hatten wir reichlich Strecken, die die Stoßdämpfer ans Limit gebracht haben, Steigungen bis etwa 20% (man glaubt, das Auto fällt gleich um), Höhenunterschiede von über 2.500m und reichlich Gewitter sowie teils sintflutartige Regenfälle. Das Ergebis unseres ausführlichen ‚Tests‘ möchte ich nun niemandem vorenthalten 🙂

Vor Abfahrt haben wir uns noch ein paar Gedanken gemacht und mit Hilfe von Magnetbändern und Endlosfliegengitter für Heckklappe und Schiebetür Mückennetze gebastelt sowie an der vorderen Stoßstange ein Racegitter montiert um mögliche Steinschläge zu vermeiden. Auch Feuerlöscher und Magnettaschenlampe wurden noch manuell ergänzt. Um unser Gepäck in Form von Stapelkisten sinnvoll zu verstauen, haben wir zudem mit meinem Papa noch eine Holzplatte mit dicken Metallösen ins Heck geschraubt, um das Gepäck mit Spanngurten sicher zu befestigen (-> Bild). Kurz vor Abfahrt haben wir zudem noch einen (eh bald fälligen) großen Service sowie aktuellen TÜV machen lassen.

Um es vorweg zu nehmen: Das Auto hat nahezu perfekt funktioniert und die einzige ‚Reparaturarbeit‘ die wir durchführen mussten, war der Wechsel einer Scheinwerfer-Glühbirne, die wir aber auch als Ersatz dabei hatten. Etwa 7l Diesel haben wir im Durchschnitt auf 100km verbraucht, bei einer Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit von etwas über 40km/h. Ölverlust hatten wir gar keinen und Kühlwasser habe ich einmal 200ml nachgefüllt.

Schlafen: Oben unter dem Faltdach haben Kosta und ich geschlafen. Das Bett mit dem punktelastischen Rost ist tatsächlich sehr bequem und hat meine Befürchtungen in Bezug auf Rückenschmerzen zum Glück nicht erfüllt. Ein ‚Fangnetz‘ (eigentlich für kleine Kinder gedacht) hat den Absturz von Kissen und Kuscheltieren verhindert. Zudem konnte man seitlich am Netz rechts und links in kalten Nächten noch jeweils eine Thermomatte einstecken, die das Kältegefühl im Rücken genommen hat (Von unten war es durch die Standheizung eh warm). Auch die Dichtheit des Daches hat überzeugt. Selbst bei sintflutartigen Regenfällen gab es keinerlei Wassereinbrüche. Einzig das sich absetzende Kondenswasser sorgte bei hoher Luftfeuchtigkeit für leichte Feuchtigkeit an den Innenseiten (auch an den Fenstern gut zu sehen). Diese war aber trotz abendlichen Kochens und 4 Personen im Auto deutlich unter den Befürchtungen geblieben. Super geholfen hat hier das Schiebedach, welches beim Kochen sichtbar als ‚Dunstabzugshaube‘ funktionierte. Einzig nervig ist die Zwangslüftung im Faltenbalg vorne. Wenn man im Wind steht, hat man immer einen leichten Zug (Seitliche Lüftungen wären da vielleicht besser gewesen). (Manuelles) Aufstellen und Zusammenlegen des Daches war grundsätzlich problemlos und lief immer perfekt. Die Innentemperatur war oben immer in Ordnung, auch bei Außentemperaturen von um die 8°.

Unten war die Herausforderung größer, da wir aufgrund unseres Gepäcks das Kopfteil des unteren Bettes nicht mitnehmen konnten und 1,20m Länge auch für Julia etwas arg zu kurz war. Gelöst haben wir es, indem wir die Bank einfach zum Umklappen ganz vorne gelassen und dann den umgedrehten Beifahrersitz davor geschoben haben. In Kombination mit einer Isomatte kam man so auf etwa 1,70m Schlaffläche. Zudem konnte man zwischen die Rücklehne vom Beifahrersitz und dem Armaturenbrett bei Bedarf dann auch noch unsere ‚Katzenstreutoilette‘ vom Globetrotter stellen (->Link). Elena konnte problemlos neben Julia liegen. Geholfen hat aber eine leichte Neigung des Fahrzuegs nach hinten beim Schlafen, da unser Baby dazu neigte, zum Fussende zu wandern. Hier möchte ich auch alles Widerrufen, was ich über die Mercedes Rückbank gesagt habe. Diese ist wirklich super! Auch die ‚Umlegeelektronik‘ haben wir zu schätzen gelernt, da es damit doch sehr schnell geht und meistens von Kosta durchgeführt wurde. Die Möglichkeit, die Rücksitze einzeln umzulegen, war für uns im Endeffekt essentiell, da wir sonst an vieles gar nicht herangekommen wären. Ansonsten bietet die Bank eine wirklich gute Liegefläche, die nur ein wenig zu hart ist. Aber das konnten wir – wie gesagt – mit einer Isomatte gut kompensieren.

Die Verdunklung wirkt auf den ersten Blick mit Vorhängen und einem ‚Abhängemonster‘ für Vorne im Vergleich zu anderen Fahrzeugen mit Rollos erstmal umständlich. Schätzen gelernt haben wir allerdings die hervorragende Isolierung dieser Verdunklung und die Möglichkeit, den unteren Raum wirklich komplett zu verdunkeln.

Die Standheizung hat einwandfrei funktioniert und auch – entgegen dem Bordhandbuch – bei 2000m Höhe keine Probleme verursacht und eine angenehme Raumtemperatur erzeugt. Zwei Dinge waren etwas nervig: Der Sensor ist hinten rechts an der Seite und mißt gerade bei sehr niedrigen Temperaturen zu geringe Werte. Auch mussten wir nach einem nächtlichen ‚Saunabetrieb‘ den Sensor suchen gehen und stellten dann fest, dass ein darüber hängender Wintermantel (Praktischerweise ist der Haken genau oberhalb des Sensors…) die Temperaturmessung komplett verhinderte. Besser wäre hier wohl eine Positionierung unter der Decke oder am Schrank gewesen. Das andere nervige Phänomen ist, dass die Heizung beim Einschalten erstmal losbollert um im Anschluss festzustellen, dass die Wunschtemperatur aktuell noch überschritten ist und sich erst dann wieder abschaltet. Das gibt immer einen netten Wärmeschub vorm Schlafengehen.

Die Kindersitze haben wir übrigens einfach auf dem Fahrsitz gestapelt und nur den Beifahrersitz gedreht.

Kochen: Im Vergleich zu unserem bisherigen Campingkocher ist das Kochfeld wirklich Luxus. Wir haben wirklich ausgiebig und auch oft unter Benutzung beider Kochfelder gleichzeitig gekocht. Einziger Kritikpunkt am Gaskocher: Man muss immer die Heckklappe öffnen, um die Gasflasche aufzudrehen. Das ist insbesondere bei Regen ziemlich lästig. Zumal alle anderen Umbauten im Fahrzeug bei Regen komplett von Innen ohne Aussteigen erledigt werden können. Unglaublich auch die Nutzungsdauer der Gasflasche. Wir haben immer noch die erste Gasflasche im Einsatz und kochen munter weiter.

Den Umbau zur Sitzecke durch Verschieben der Rückbank nach hinten und Aufbau des Tisches haben wir uns dann aber doch recht schnell geschenkt, da der Aufwand recht hoch ist und man nachher zum Schlafen wieder zurückbauen muss. Wir haben einfach die Rücksitze in Liegeposition gebracht und dann von dort aus gekocht. Ist im Endeffekt auch mit dem Baby auf der Liegefläche einfacher gewesen. Kühlschrank und Schubladen gehen in dieser Position gut auf. An die Schränke unter der Spüle kommt man zwar nicht komfortabel aber im Endeffekt doch recht gut. Und zum Schlafen brauchte man nichts mehr umbauen. Ein Fach im hinteren Schrank diente für die Vorräte und ein weiteres als Boardbibiliothek für Kartenmaterial und Reiseführer. Beide waren bei umgelegter Sitzbank ebenfalls sehr gut zu erreichen.

Der Kühlschrank hat durch seine Kühlleistung beeindruckt. In wenigen Minuten ist er nach dem Einschalten immer heruntergekühlt (Wie beim Segeln haben wir diesen nur bei laufendem Motor eingeschaltet) und hat die Temperatur gut gehalten. Auch eine Nutzung als Gefrierbox bis -20° ist möglich. In Kombination mit dem optionalen Einsatz war auch der Platz immer gut ausreichend für uns. Weniger schön ist, dass er keinen Ablauf hat und sich Wasser unten drin sammelt, welches man nur durch komplettes Ausräumen herausbekommt. Alle 3 Wochen war eine gründliche Reinigung nötig, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Weniger überzeugt hat uns die Spüle. Der Wasserhahn ist OK, könnte aber flexibler sein und der Wassertank ist mit 35l völlig ausreichend. In der Regel sind wir bis zu 5 Tage damit hingekommen. Schlecht ist der Ablauf im Spülbecken, da keine Absenkung zum Abfluss existiert. D.h. es steht eigentlich immer Siffe drin. Der Abfluss selber verdreckt sehr schnell und musste spätestens alle 2 Wochen zum Reinigen auseinander gebaut werden. Ein Abflusssieb (welches wir leider erst in Ungarn bekommen haben) ist da essentiell. Ebenso essentiell ist die optionale (und leider sehr teure) Spülschüssel, die genau ins Becken passt (u.a. auch für das Lagern eines ‚Restetopfes‘ für das nächste Abendessen). Die Umgebung um den Wasserhahn ist zum schlecht mit dem Spültuch zu erreichen und daher nur schwer zu reinigen. Ebenfalls nicht perfekt ist der (zum Glück vorhandene) Geruchsstopp im Abfluss. Gegen Ende der Reise begann unser Abwassertank einen unangenehmen Jauchegeruch zu entwicklen. Dies war zu riechen beim Abwasser ablassen und leider eben auch während der Fahrt gelegentlich.

Leben: Das sonstige Leben im Auto hat sich ansonsten als erstaunlich problemlos herausgestellt. Meist haben wir frei gestanden und dabei darauf geachtet, die Nähe von Ansiedlungen zu vermeiden, sichtgeschützt zu Schnellstrassen zu stehen und zudem eine einigermaßen sichtgeschützte Ecke für den Toilettengang zu haben (Toilettenpapier haben wir dann in Tüten gesammelt) oder (wie z.B. in Istanbul auf dem Parkplatz) eine Baustellentoilette, o.ä. in der Nähe zu haben. Für die seltenen Fälle, wo beides nicht möglich war, hatten wir die Katzenstreutoilette (s.o.). Zum Duschen haben wir entweder immer mal zwischendurch Campingplätze aufgesucht oder an geschützten Stellplätzen die Heckdusche unseres Fahrzeugs verwendet. Insbesondere in Ostanatolien und im Kaukasus hat uns diese wirklich gute Dienste geleistet, da es sonst zum Duschen keine Möglichkeit gab. Wasserstellen zum Auffüllen des Tanks gab es unterwegs reichlich und diese sind auch in den von uns bereisten asiatischen Regionen an Schnellstrassen immer durch Schilder gekennzeichnet. Wäsche haben wir auf einem Campingplatz und bei Freunden unterwegs gewaschen.

Unseren Müll haben wir grundsätzlich komplett in Plastiktüten gesammelt und bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit mitgenommen. Hier auch noch ein Kritikpunkt zum eingebauten Mülleimer im Fahrzeug: Es fehlen definitiv Klemmen, um Mülltüten darin zu fixieren. Aktuell rutschen sie oft runter, so dass der Müll daneben landet. Wäscheklammern können etwas Abhilfe schaffen, sind aber nicht schön.

Zum Batteriemanagement: Die täglich 2-4 Stunden Fahrt haben immer ausgereicht, den nächtlichen Stromverlust durch Heizung, Licht und div. Ladegeräte für Laptop, Kamera, etc… auszugleichen. Auch einen Stehtag konnte man verkraften. Daher haben wir externen Strom nur angeschlossen, wenn dies kostenfrei möglich war. Allerdings hatten wir letztes Jahr auch noch in eine neue Zusatzbatterie investiert.

Fahren: Hier kann man tatsächlich fast nur positives berichten. Der Viano fährt sich einwandfrei und beinahe wie ein PKW. Aufgrund der Ausmaße von unter 2m Höhe, 5m Länge und 2m Breite (bei eingeklappten Spiegeln) sind wir z.B. bei Stadt Besichtigungen meist in normale Parkhäuser direkt im Zentrum gefahren. Zudem sind einige Straßen auf unserem Track mit größeren Fahrzeugen gar nicht zu befahren. Die Leistung ist auch voll bepackt ausreichend um alle Steigungen zu bewältigen (manuelles Runterschalten trotz Automatik manchmal nötig) und auch auf Landstraßen zügig zu überholen. Allrad haben wir trotz teils grenzwertiger Strecken nicht vermisst. Etwas mehr Bodenfreiheit wäre hingegen schön, da wir gelegentlich aufgesetzt sind. Da werde ich mal abklären, ob man noch 3cm rausholen kann. Ansonsten hat das Komfortfahrweg auch Buckelpisten gut weggesteckt und komfortables Reisen ermöglicht.
Die Sitze waren tatsächlich in Kombination mit einem Lendenkissen sehr bequem und auch sonst waren wir sehr zufrieden. Praktisch war die einfache Höhenverstellung der Vordersitze, die mir bei Schlaglöchern kurzfristig eine deutlich bessere Übersicht gewährte.
Die einzigen Defekte waren eine defekte Glühbirne, die wir als Ersatz dabei hatten, und ein abgerissener Gurtsensor am Fahrersitz. Auf rappeliger Strecke hatte sich unter dem Sitz eine Kabelhalterung gelöst was wir vor dem Drehen des Sitzes leider nicht bemerkt hatten. Bis auf die Displaywarnung aber kein kritischer Fehler.

Dies ist allerdings der einzige echte Kritikpunkt am Fahrzeug. Etliche Plastikverkleidungen sind nicht sauber eingepasst und meist nur aufgesteckt. Zum einen sammelt sich in den Zwischenräumen Dreck ohne Ende und zum anderen fallen dauernd irgendwo irgendwelche Plastikteile ab. Die Verkleidung der Gurtaufhängung hinten links i st jetzt komplett hinüber. Stichwort Dreck: Die Fußlüftung nach hinten in der Mitte sammelt Dreck (mal sehen wie ich die aufbekomme) und die Schienen habe ich irgendwann zugetapet um weitere Verschmutzung zu verhindern. Zwei schließende Gummilippen (wie beim aktuellen VW) wären hier hilfreich.

Ach so, und von Wegen, wo die Büsche rechts und links etwas zu dicht standen, sind ein paar Kratzer im Lack geblieben, die sich aber polieren lassen sollten.

Fazit: Wir waren voll zufrieden mit unserem Fahrzeug und sind uns einig, dass wir für uns und solche Touren genau das richtige Auto gekauft haben. Wir hoffen noch auf viele tolle Urlaube!

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Update: 3 Jahre später…  Die Kinder sind größer und die Kindersitze zum Glück kleiner geworden. Ebenso haben wir das Gepäck dramatisch reduziert, so dass wir auch das Kopfteil jetzt immer dabeihaben. Da wir die Sitze gar nicht verschieben, haben wir den Tisch komplett rausgeworfen. Ebenso wie unsere Globetrotter-Toilette, die wir gegen eine selbstgebaute Klapptoilette aus Holz getauscht haben. Diese finde jetzt Platz in der Schiebetür, wo sich vorher der Tisch befand. Dadurch dass wir die Sitze jetzt gar nicht mehr verschieben und nur noch auf der Liegefläche leben und kochen, befindet sich dahinter reichlich Stauraum für unser große Tasche, die den Klamottennachschub sicherstellt. Durch einfachs Heben einer einzelnen Rückenlehne, kommt man jederzeit gut an sein Gepäck. Für den Tagesbedarf haben wir oben eine kleine Tasche, die wir dann von unten immer mal nachfüllen.

Das Problem mit den unangenehmen Temperaturen haben wir durch unser ‚Isolierungsprojekt‘ gelöst. Essentiell ist hierbei der Iso-Faltenbalg, der oben von innen eingeknöpft wird. Das dauert zum Auf- und Abbau zwar jeweils etwa 5 Minuten, aber macht dafür ordentlich dunkle, hält super warm und verhindert das man mit dem Kondenswasser versehentlich in Kontakt kommt. Zudem haben wir unten die Trittstufe ordentlich mit Schaumstoff und Teppich isoliert, die Heckklappe mit Alubutyl sowie selbstklebendem Teppich und im Schlafbereich die Seite mit Teppich noch ausgekleidet. Das Ergebnis: Bis ca. 14° Außentemperatur brauchen wir gar keine Heizung und im Winter schläft man auch noch gut bis -10° (auch oben im Zelt – selbst getestet; kostet dann nur relativ viel Strom, da die Heizung weitestgehend durchläuft).

Und die fehlende Bodenfreiheit haben wir mit einem nachgerüsteten 4c Luftfahrwerk gelöst. Zum einen hängt das Auto – auch bei viel Beladung – nicht mehr (auch nicht mehr nach links durch die Ausbauten) und zum anderen können wir es bei Bedarf auch nochmal 4cm höher (im Gelände) oder 6cm tiefer (für 1,9m Tiefgaragen) fahren. Die Autonivellierung, die jegliche Keile überflüssig macht, ist natürlich sensationell und gleicht bis ~4° Steigung aus (16,5cm Höhenunterschied vorne/hinten). Wenn wir jetzt noch Allrad hätten, wäre wirklich alles perfekt, IGLHAUT ist uns dann aber doch etwas arg teuer… (noch…) Ach ja… und ein Solarpanel steht noch auf der Wunschliste 😉

 

Im Laufe der Fahrt haben wir doch einige Andenken und lokale Spezialitäten erworben, obwohl wir eigentlich nicht viel mitnehmen wollten. Tatsächlich steht hier jetzt mehr als eine ganze Klappkiste voll 🙂

  • 2 Gläser Honig aus Ljubljana (Slowenien)
  • 1 großer Regenschirm aus gegebenem Anlass in Sanski Most (Bosnien) gekauft
  • 1 Glas Orangen-Marmelade aus Orebic (Kroatien)
  • 1 Glas Brombeermarmelade aus Kotor (Montenegro)
  • 1 Glas Klosterhonig vom Kloster Rezevici (Montenegro)
  • 1 Flasche Butter aus Shkodra (Albanien)
  • 2 Gläser Honig (1kg + 500gr.) aus Arnea (Griechenland)
  • 1 besticktes Babykleidchen aus Safranbolu (Türkei)
  • 2 Tüten handgemachte Bonbons aus Safranbolu (Türkei)
  • Ohrringe, Anhänger und Ring aus schwarzem Bernstein aus Erzurum (Türkei)
  • Gebetskette aus schwarzem Bernstein aus Erzurum (Türkei)
  • 1kg Karser Käse aus Yusufeli (Türkei)
  • Tee aus Rize (Türkei)
  • 1 Teeservice aus Gebze (Türkei)
  • 1 bestickter Stoffbeutel aus Varzia (Georgien)
  • 1 Flasche Klosterwein aus Varzia (Georgien)
  • Holzrosenkranz aus Varzia (Georgien)
  • 1 Flasche Wein aus Dawit Garetscha (Georgien)
  • 2 kleine Ikonen aus dem Kloster Bodbe (Georgien)
  • 1 Wollmütze aus Signagi (Georgien)
  • 1kg Räucherkäse aus Kutaisi (Georgien)
  • 1 Nudelholz und 1 Schneidebrett aus Tiflis (Georgien)
  • 1 Wollkappe aus Tiflis (Georgien)
  • 1 Becher Honig aus Tiflis (Georgien)
  • 1 Magnet von Zorats Karer (Armenien)
  • 1 Holzkreuz aus Tatev (Armenien)
  • 1 Topflappenset aus Noratus (Armenien)
  • 4 geschnitzte Holzlöffel aus Sanahin (Armenien)
  • 1 (alkoholfreier) Heilsaft vom Garni Tempel (Armenien)
  • 2 Aquarelle aus Nessebar (Bulgarien)
  • 1 Magnet vom Kloster Aladscha (Bulgarien)
  • 1 Buch über die Klosterlegende Aladscha (Bulgarien)
  • 1 Holzmaske aus Targu Neamt (Rumänien)
  • 1 Holzei mit Perlen vom Kloster Voronet (Rumänien)
  • 1 bemaltes Ei inkl. Halter aus Vama (Rumänien)
  • 1 Öllampe aus Spissky Hrad (Slovakei)
  • 1 Paar Wollpantoffeln aus Zdiar (Slovakei)
  • 2 Magnete aus Zdiar (Slovakei)
  • 1 Leuchtflummi aus Zdiar (Slovakei)
  • 1 Päckchen Salz aus Wieliczka (Polen)
  • 3 Tüten handgemachte Bonbons und Gummibärchen aus Krakau (Polen)
  • 1 Paket Kaffee aus Jelenia Gora (Polen)
  • 3 Gläser Senf aus Görlitz
  • 1 Kochbuch und 1 Kinderbuch aus Görlitz
  • 1 Holzschild und 1 Ritterbuch von der Festung Königstein
  • 1 Tüte Göthepralinen und 2 Flaschen Gose aus Leipzig
  • 1 Blumenvase und 6 Glasmurmeln aus Lauscha

 

( Veröffentlicht vom Mobiltelefon )

( Veröffentlicht vom Mobiltelefon )

Die entspanntesten Autofahrer haben wir in Albanien angetroffen. Es scheint  offensichtlich keine Verkehrsregeln zu geben. Alles was nicht explizit durch Schilder verboten ist, scheint erlaubt zu sein. Und alle fahren absolut rücksichtsvoll und entspannt. Ich glaube es wäre kein Problem in Tirana mitten um Kreisverkehr auszusteigen und eben Fotos zu machen. Die Hupe wird vor allem genutzt, um Freunde und Bekannte zu grüßen.
Erlebnis: Drei Autos vor uns hält jemand an, steigt aus und geht eben einkaufen. Alle anderen warteten dahinter ganz entspannt.
Übrigens: Das Verkehrsfunksignal wird in Albanien genutzt um zu den Gebetszeiten den Muezzinruf zu übertragen. Als Nicht-Moslem also besser abschalten…

Die miesesten Autofahrer haben wir in Georgien angetroffen. Dort wird gerast, gedrängelt, geschnitten, etc… Jedem dritten Auto (auch teuren Modellen) fehlt die Stoßstange oder es sind andere Blessuren zu erkennen. Das ganze wird  augenscheinlich von der (reichlich vorhandenen) Polizei wenn nicht gefördert, so doch geduldet.
Erlebnis 1: Schild 60. Polizei mit 70 vor uns. Reichlich Autos überholen uns beide mit hoher Geschwindigkeit ohne dass es die Polizei interessiert.
Erlebnis 2: Vor und ein Schleicher mit 40 im Stadtbereich. Hinter uns Polizei und Überholverbot. Nach 5 Minuten hat die Polizei die Faxen dicke, überholt uns beide und zieht den Schleicher raus…

Den besten Cappuccino gab es übrigens auch in Albanien. Etwas vergleichbares habe ich bisher nur in Rom bekommen.

Das leckerste Eis gab es interessanterweise in Polen. Sowohl in Krakau als auch in Jelenia Gora waren wir absolut überzegt.

Das meiste Aufsehen haben wir in Armenien erregt. Ein Auto mit Aufstelldach hatte man dort noch nicht gesehen. Teilweise sammelten sich Kleingruppen vor dem Auto, die sich mit diesem fotografieren ließen.

Den preiswertesten Diesel gab es für ca. 80ct. umgerechnet in Georgien und Armenien.

Den teuersten Diesel gab es für ca. 1,50 Euro in der Türkei (und das bei dem aktuell schlechten Lira-Kurs. War auch schon bei 2 Euro…)

Die freundlichste Einreise gab es in Griechenland. Als wir uns an einer recht langen Schlange an der Grenze einreihen, kommt ein Grieche angerannt und fragt auf Deutsch: „Alles deutsche Pässe? Na, dann fahren sie mal langsam an der Schlange vorbei und halten noch kurz am Zoll. Herzlich willkommen in Griechenland!“

Die schnellste Einreise in ein Nicht-EU-Land hatten wir interessanterweise in Albanien. Direkt bei Ankunft an der Grenze sammelte eine montenegrinische Beamtin unsere Pässe ein, die wir zehn Minuten später von dem albanischen Kollegen zurück erhielten. Und damit waren wir auch schon aus Montenegro aus- und in Albanien eingereist.

Die aufwendigste Einreise hatten wir in Armenien. Da wir dort unser Fahrzeug (kostenpflichtig) deklarieren mussten, hatte ich sowohl bei Ein- als auch Ausreise einen Laufzettel mit gefühlten 100 Stempeln abzuarbeiten und insgesamt ca. 80 Euro zu zahlen. Die Beamten waren aber alle sehr freundlich und hilfsbereit, so dass man auch hier nach ca. 1 Stunde durch war.

Den kuriosesten Polizeikontakt hatten wir in der Türkei. Eigentlich hatten wir einen tollen Stellplatz für die Nacht auf einer Waldlichtung unter einer Burg gefunden, bis dann die Polizei aufkreuzte und uns freundlich bat, doch diesen Platz zu verlassen und etwas anderes zu suchen. Sie könnten an dieser Stelle nicht für unsere Sicherheit garantieren, da sich dort öfters mal Leute zum Biertrinken treffen würden… ( War ich froh, dass ich noch keine Bierdose aufgemacht hatte 😉 )

Das mieseste Land zum freien Übernachten ist übrigens Kroatien. Übernachtungsmöglichkeiten für Campingfahrzeuge brauchen dort eine spezielle Konzession, so dass das Übernachten im Fahrzeug nicht mal auf Privatgrund (Bauern, Restaurants, etc…) möglich ist. Zuwiderhandlungen werden angeblich im schlimmsten Fall mit einer Fahrzeugstilllegung geahndet. Der Witz ist: Im April waren praktisch noch keine Campingplätze geöffnet, da die Saison erst Mitte Mai beginnt. Einen Campingplatz hatten wir gefunden und eine Übernachtung haben wir dann im Hostel gemacht.

Die besten Länder zum freien Übernachten sind Georgien und Armenien. Da es dort praktisch keine Campingplätze gibt, ist dies auch offiziell erlaubt. In Georgien verließen wir gerade die Strasse um einen Schlafplatz zu suchen, als die Polizei neben uns hielt. Ob wir Probleme hätten und sie helfen könnten? „Nein, wir überlegen nur, ob wir hier oder dort übernachten.“, „Ach so. Ist überhaupt kein Problem. Wie Sie das möchten…“

to be continued…

Nun auch die Reiseroute im Detail. Die hinterlegten Details werden nach und nach noch vervollständigt.

( Veröffentlicht vom Mobiltelefon )

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